Über Lars Messmer

Lars Messmer ist Geschäftsführer und zuständig für Consulting, Training und Beratung in allen Geschäftsbereichen der comsolit AG.

TYPO3 6.2 Version mit Long Term Support


Gestern ist die neue Version 6.2 erschienen auf die alle Anwender und die ganze Community sehnlichst gewartet haben.
Die Version 6.2 ist die aktuelle Long-Term-Support (LTS) Version die bis April 2017 mit Updates versorgt wird.
Da wir nicht warten wollten haben schon länger auf der Basis von TYPO3 6.2 der Entwicklerversion entwickelt, eine erste Website wird in Kürze gelauncht.

TYPO3 CMS Version 6.2

Bei der neuen Version wurde ganz viel verbessert, neue Funktionen für Anwender sind nicht viele dazugekommen, am meisten wurde an der Verbesserung des CM-Systems und an der Installation von TYPO3 gearbeitet. Für uns Entwickler sind ganz viele Sachen dazu gekommen die uns froh machen.

Hier ein kleine Liste einiger erwähnenswerten Sachen:

  • Responsive Image Rendering ist nun im Core (früher als Extensions erhältlich gewesen)
  • Verbesserung in der Dateiverwaltung mit drag & drop upload (HTML5)
  • Metadaten für Dateien (ermöglicht Urheber und Zusatzdaten anzugeben)
  • Performance Verbesserung zumindest bei gecachten Seiten
  • Distributon Manager (ermöglich fertig konfigurierte Pakete)
  • Verbessertes Cookie Management (keine Varnish Probleme mehr)
  • Neues Installtool für eine einfachere Installation
  • Verbessere Kompatibilität gegenüber der 4.5er Version
  • Extension Dokumentationen/Manuals im Backend verfügbar

Für alle die nun ihre alte Website auf die neue Version updaten wollen, die Installation und die Hilfestellungen sind seit Version 6.0 wesentlich verbessert worden. Man muss jedoch beachten das Updates von 4.x Versionen und vor allem von alten Extensions nicht reibungslos laufen werden denn die Änderungen sind einfach zu gross, die Extension smoothmigration hilft aber in der Hinsicht auch.

Alle Neuerungen im Überblick als PDF

Release Notes zu 6.2
Download der neuen Version


Online Shop / E-Commerce Checkliste 3/3


Einen Online Shop oder ein E-Commerce Projekt erfolgreich zu betreiben benötigt einiges an konzeptionellen Vorarbeiten. Im letzten Teil unserer dreiteiligen Checkliste beleuchten wir unter anderem die Strategie, die Integration, Marketingmöglichkeiten und rechtliche Aspekte.

Online Shop E-Commerce

1. Welche technischen Anforderungen stellt der Vertrieb über das Internet?
  • Können die Produkte auf dem Postweg Versand werden, oder werden spezielle Dienstleister benötigt?
  • Können Verpackungen wiederverwendet werden?
  • Wird Recycling angeboten?
  • Wie werden Retouren gehandhabt?
  • Müssen Transportversicherungen abgeschlossen werden?
2. Strategie
  • Wie gliedert sich der Online-Shop in die bestehenden Verkaufsprozesse ein?
  • Beim B2B (Business-to-Business) Geschäft, unterstützt der Online Shop oft den Verkauf als Hilfsinstrument, bei B2C (Business-to-Customer) Geschäft sieht dies wieder ganz anders aus.
  • Nicht selten haben wir beide Konstellationen im selben Unternehmen.
3. Integration in die bestehende Systemlandschaft
  • Sind Verknüpfungen mit bestehenden Lösungen notwendig bzw. sinnvoll (z. B. Anschluss an bestehende Warenwirtschaftssysteme)?
  • ERP (Enterprise resource planning)
  • CRM (Customer relationship management)
  • PIM (Product Information System)
4. Wie werden Logistik und Versand geregelt?
  • In welche Länder soll vertrieben werden?
  • Soll der Versand zentral geregelt werden?
  • Besteht ein Filialnetz wo der Kunde die Ware abholen kann?
  • Gibt es mehrere Lager und somit mehrere Versandzentren?
  • Wer übernimmt den Versand? ein externer Dienstleiter, der Aussendienst?
5. Wie können die Kunden bezahlen
  • Wer kümmert sich um die mit der Zahlung verbundenen Abläufe?
  • Bedürfnisse der Kundenschaft an die Sicherheit?
  • Soll vorher oder nachher bezahlt werden?
  • Rücktritt vom Verkauf
    wenn dies in der Gesetzlich korrekten Art und Weise statt findet ist auch jeder Online Shop dazu verpflichtet ein Rückerstattung des Kaufbetrags zu gewährleisten?
6. Welche Marketing-Massnahmen können für das Internet-Angebot genutzt werden?
  • SEM, SEO, E-Mail Marketing, Social Media Marketing, Marktpätze usw.
  • Gibt es Online Portale oder Communities für Ihre Produkte / Dienstleistungen.
  • Affiliate Marketing, Preisvergleichsdienste, Produktsuchmaschinen, daily deals
7. Welche rechtlichen Auflagen sind zu erfüllen und wo kann man sich informieren?
  • Enthalten die AGB den Online Verkauf und die damit verbundenen Regelungen?
  • Widerrufsrecht, Garantie, Mehrwertsteuerpflicht, Zoll
  • Verschiedene rechtliche Situationen in verschiedenen Ländern
  • Werbe- und Verkaufsrecht, dies ist im (UWG) geregelt: http://www.admin.ch/ch/d/sr/241/index.html
  • Preis und Kostenaufstellung
    Zu empfehlen ist auch die Broschüre über die Preisbekanntgabe in Online Shops des SECO (Staatssekretariat für Wirtschaft SECO) Link http://www.seco.admin.ch/
8. Loslegen

Die Fragen der Checkliste sind mehr oder weniger beantwortet, jetzt heisst es den ein Konzeptpaper zu erstellen und den richtigen Dienstleister finden:
extern oder intern, mehrere spezialisierte oder einen Fullservice Dienstleister.


TYPO3 Neos


Das CMS TYPO3 Neos ist von Grund auf neu entwickelt, basiert auf TYPO3 Flow und hat mit dem bestehenden TYPO3 CMS eigentlich fast nichts mehr gemeinsam.

TYPO3 Neos war ursprünglich als Version 5 Phoenix gedacht. Bei der Entwicklung dieser neuen Version waren aber einige Hürden zu nehmen, so dass ein neues Framework (Flow), die Template Engine (Fluid) und Extension API (Extbase) entwickelt werden musste, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden.

Einige dieser Entwicklungen (Extbase und Fluid) sind schon früh in das alte TYPO3 CMS zurück geflossen und so wird es auch mit künftigen Weiterentwicklungen von Neos und Flow sein.

TYPO3 Neos

Was ist anders an TYPO3 Neos verglichen mit TYPO3?
  • TYPO3 Neos hat ein modernes Userinterface welches eine schnelle und einfache Bedienung ermöglicht
  • Die Struktur der Inhalte ist mit der Knoten-Architektur flexibler gelöst als mit der Seiten- und Inhaltsstruktur
  • TYPO3 Neos ist komplett in das Framework Flow integriert, Entwicklungen können so viel eleganter vorgenommen werden
  • Der Umfang ist in der Version 1.0 noch minimal, lässt sich aber über Flow ganz leicht erweitern
  • Durch Flow sind zeitgemässe Paradigmen implementiert wie MVC, Domain Driven, Signal-Slot usw.
Ausblick / Gedanken
  • Neos unterscheidet sich auf den ersten Blick nicht mehr so sehr von anderen modernen CMS was die Usability und Struktur angeht. Das könnte die Akzeptanz in Märkten wie USA und Asien wo TYPO3 noch auf wenig Begeisterung stösst, erhöhen.
  • Durch das Flow Framework wird Neos mit einer zeitgemässen Programmierung umgesetzt, was die Kombination mit anderen Systemen und Komponenten wie das Symfony Framework prinzipiell ermöglicht.
  • Wer sich die Frage stellt braucht es nochmals ein CMS auf dem Markt, der bedenke das TYPO3 ohne diese Neu / Weiterentwicklung immer noch auf dem Stand von TYPO3 4.2 wäre.
  • Was sich am Ende durchsetzten wird, TYPO3, Neos, beide oder ob die Systeme von einander profitieren, dies ist zur Zeit noch völlig unklar.
  • Die aktuelle Situation, wo auch mit den 6er Versionen einige Probleme herrschen bleibt auf jeden Fall spannend!
Unser Fazit

Gemäss unserer Einschätzung wird auch die Version 1.0 final noch einige Kinderkrankheiten vorweisen, da schon Flow bei weitem noch nicht ausgereift ist und Neos einerseits darauf aufbaut und anderseits selbst noch eher experimentell ist.
Produktiv einsetzen werden wir Neos 1.0 bei Kunden Projekten sicherlich noch nicht, jedoch bei internen und eigenen Projekten werden wir Neos sicher eine Chance geben.


Agile Konferenz 2013


Vor genau einer Woche, am 26.9 fand die zweite Agile-Konferenz rund um Scrum und agil in Konstanz statt.
Wir waren dieses Jahr mit 4 Mitarbeitern an der Konferenz und haben neben dem Besuch der verschiedenen Vorträgen auch mit einigen der Referenten und anderen interessierten Leuten Fachwissen ausgetauscht.

Im Hinblick, dass bei uns die Einführung von Scrum in vollem Gange ist, war dies ein wichtiger Tag.

Konferenz agile Software Entwicklung

Neben den Vorträgen in der Haupthalle fanden paralell auch im roten und blauen Saal spezialisiertere Vorträge statt.
So zum Beispiel der Doppel-Vortrag von Sonja Wunsch (SRF) und Mischa Ramseyer über das grosse Relaunch Projekt des Schweizer Fernsehen und Radio Website welches mit Scrum durchgeführt wurde.

Offizielle Website der Konferenz


Online Shop / E-Commerce Checkliste 2/3


Ein E-Commerce Projekt oder einen simplen Online Shop zu starten und betreiben sollte gut durchdacht sein.
Hier der zweite Teil der Checkliste um ein E-Commerce resp. Onlineshop Projekt so zu planen, dass dem Erfolg nichts mehr im Weg steht.

Der Aufbau eines eigenen Online Shops oder E-Commerce Angebots ist keine einfache Aufgabe.
Was ist alles zu beachten um einen erfolgreichen Online Shop resp. ein erfolgreiches E-Commerce Angebot zu starten?
Viele Unternehmen wollen Ihre Produkte oder Dienstleistungen auch online zum Verkauf anbieten, zahlreiche tun es schon mit Erfolg, aber einige sind damit auch gefloppt.

Online Shop E-Commerce Checkliste

1. Passt der Verkauf über das Internet zu Ihrem Unternehmen?
  • Firmen-Philosophie
  • Verkaufs-Strategie
  • Kundenpflege (Customer Care)
  • Verkaufs und Qualitätsversprechen
  • Support / Aftersales
  • Kann der Support zum Angebot und die Aftersales Betreuung weiterhin gewährleisten und wahrgenommen werden?
2. Was bietet Ihre Konkurrenz im Internet an?

Der Online Kunde im Business-to-Customer (B2C) Umfeld vergleicht Preis und Leistung mit Ihrer Konkurrenz,
sind Ihre Produkte / Dienstleistungen und Preise dem Vergleich gewachsen?
Ist der Online Shop bei den wichtigen Preisvergleichsdiensten gelistet?

Online Shopper vergleichen hauptsächlich auf Preisvergleichsportalen, welche einen direkten Vergleich zu Preis, Lagerstatus, Versandzeit und Zahlungsarten zulässt.
In der Schweiz sind dies zum Beispiel:

  • www.toppreise.ch
  • www.preissuchmaschine.ch
  • www.preisvergleich.ch
  • www.kauftipp.ch

In Deutschland zum Beispiel:

  • www.idealo.de

Beim Vergleich von Produkten aus eigener Herstellung oder von Sparten welche nicht in den Vergleichsportalen vertreten sind, werden oft auch technische Details, Kennzahlen und Kundenbewertungen verglichen.

3. Wie sieht Ihre Zielgruppe im Internet aus?

Die Zielgruppe zu kennen ist für eine Markterschliessung oder Markterweiterung sehr wichtig!
Man soll sich unbedingt mit der Frage auseinandersetzen ob die offline Zielgruppe auch für den Onlinekauf Gültigkeit hat.

Wird mit dem Verkauf im Onine Shop eine andere Zielgruppe angesprochen oder erschlossen?
Können bestehende (offline) Kunden zu nline Kunden gemacht werden?
Wie sieht Ihre Kundenstruktur aus? Kaufen Ihre Kunden online ein?

4. Budget
  • Investitionskosten für benötigte Hardware und Software (Online Shop Kauf oder Miete)
  • Beratungskosten Ihres Dienstleisters
  • Realisierungskosten
  • Kosten für Anpassungen und Optimierungen im Betrieb
  • Projektkosten Ihrer Mitarbeiter
  • Folgekosten (Wartung, Lizenzgebühren, Updates etc.)
  • Online Marketing Kosten
5. Innerhalb welcher Zeit sollen Gewinne erwirtschaftet werden?

Um ein E-Commerce / Online-Shop Angebot zu realisieren und betreiben sollte ein Businessplan erarbeitet werden.
Anfangs werden mit online Marketing Kampagnen durch die kostenintensive Neukundengewinnung meistens leichte Verluste bilanziert, dies wird dann durch die Wiederbestellquote bald zu einem Gewinn steigen.
Oft scheitern E-Commerce Projekte an einem schlechten oder fehlenden Businessplan oder an einem unterschätzen Budget.

6. Online Shop / E-Commerce Lösung

Welche Bedürfnisse werden an technische Lösung, Innovation und Funktionsumfang gestellt?
Welche Bedürfnisse hat die Kundschaft an Produktinformationen, Bestellprozess, Versand und Zahlung.?
Können durch spezielle Bedienungskonzepte, Bestellabläufe oder Zusatzfunktionen Wettbewerbsvorteile erziehlt werden?

Eine professionelle Online Shop Platform wie Magento bietet bereits in der Basisausstattung einen grossen Funktionsumfang und gute Integration in die meisten Auftragsabwicklungskonzepte.

Eine indviduelle und Lösung jedoch kann gezielter die Bedürfnisse der Kunden abdecken und sich besser in das Unternehmen integrieren.

7. Welche personellen Kapazitäten sind für den Aufbau und Betrieb des Online-Shops notwendig?
  • Artikelpflege / Import / Abgleich mit Lieferanten
  • Aufarbeitung von Artikelbeschreibungen
  • Redaktionelle Inhaltsplege
  • Kundenpflege und Auftragsabwicklung
  • Marketingmassnahmen
  • Controlling der Marketingperformance

Dieser Artikel ist dreiteilig.
Im ersten Artikel hier nach zulesen: Was bringt ein Online Shop, macht er Sinn, eignen sich die Produkte, richtiger Artikelpreis.

Im nächsten Teil des Artikels: Strategie, Wettbewerb, Budget, Softwareprodukte und Lösungen


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